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21

Donnerstag, 8. März 2012, 19:16

Hallo,

jetzt muss ich hier noch etwas loswerden... ;)

Ich habe mittlerweile ein richtiges Problem mit dem Thema Hundetrainer, Erziehung, usw.
Das ruht auch daher, dass ich an der Universität nun zusätzlich auch Pädagogik belege. Die Pädagogik wird/wurde auch Erziehungswissenschaft bzw. Bildungswissenschaft genannt und beschäftigt sich u.a. mit dem angespannten Verhältnis von Theorie und Praxis. Denn sich mit der Theorie zu befassen bedeutet nicht Rezepte für die Praxis zu erhalten. Jede Situation, usw. ist individuell, daher kann es keine Rezepte für die Praxis geben - dann wäre die Pädagogik nun auch widerum keine Wissenschaft mehr. Sich mit der Theorie zu beschäftigen bedeutet aber trotzdem sich auf die Praxis vorzubereiten.

Nun, egal "wohin ich sehe", finde ich, wenn es um das Thema Hundeerziehung geht, genau das was sich mit dem Thema Erziehungswissenschaft widerspricht. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen der Erziehung von Menschen und der von Tieren. Doch das Grundprinzip, dass jede Situation, usw. individuell betrachtet werden muss ist, wie ich finde, dasselbe.

Mein Fazit nach diversen Vorlesungen an der Universität ist, dass es für mich kaum etwas unseriöser behandeltes gibt, als das Thema Hundeerziehung mit ihren diversen Trainern, wo es kaum Theorie als solche gibt, wo der einzelne Hund nicht als Individuum betrachtet wird, wo es hauptsächlich DIE Praxisrezepte für DEN Hund gibt... ich finde den Ansatz einfach falsch...
...ich kann schon wirklich kaum mehr was über Hundeerziehung lesen und halte mich bei solchen Themen weitgehenst raus, weil ich immer nur lese "tu dies, tu das, so funktioniert es"... Nein, so funktioniert es für mich nicht, besonders wenn diese Worte von Personen stammen, welche die Geschichte, die Persönlichkeit, usw. des "Problemhundes" nicht kennen... ich behaupte nicht, dass es keine Methoden gibt, die nicht auf mehrere Hunde übertragbar sind, aber ich finde den Ansatz einfach falsch. Dieser falsche Ansatz hat für mich auch nichts mit der wichtigen Grundeinstellung zutun, dass man jedes Tier mit Liebe und Respekt behandeln muss - diese Grundeinstellung finde ich sehr wichtig und ist für mich beinahe das Einzige, das ich 'verallgemeinere', wenn es um das Thema Hundeerziehung geht...

Ich hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt. :P

LG, Sabi
..Chihuahuas sind Engel ohne Flügel..

http://www.wix.com/sabi36/chi-prince-charles

Gabi

Forumshexe

  • »Gabi« ist der Autor dieses Themas

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22

Donnerstag, 8. März 2012, 19:26



Danke Sabi, genau meine Gedanken, die du da sehr gut formuliert hast.

LG Gabi
Zeig einem schlauen Menschen einen Fehler auf und er bedankt sich - Zeig einem dummen Menschen einen Fehler auf und er beleidigt dich

Kontakt: carambamu@googlemail.com

Eva

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23

Donnerstag, 8. März 2012, 19:43

Hallo Sabi,

das hast du super ausgedrückt. :app)

Ich habe ja immer das Problem, meine praktischen Erfahrungen in Worte zu fassen, gerade weil ich weiß, das diese keinesfalls für alle anderen passen müssen/können.

Wirklich gut qualifizierte Hundetrainer können durchaus Anregungen und Hilfestellungen geben, mehr aber auch nicht, im Alltag ist der Halter auf sich gestellt.

Aber bei vielen "selbsternannten" Trainern und/oder angeblichen Hundeexperten (insbesondere wenn sie auf
genau 1 Schiene fahren, kriege ich persönlich leicht die Krise.

Wenn ich eines in nunmehr 30 Jahren mit 14 Chihuahus gelernt habe: jeder Hund ist anders, jeder hat eine andere Vorgeschichte (hatte ja nur 2 Welpen), auf jeden einzelnen Hund, dessen speziellen Charakter, ggfls. bekannte oder unbekannte Vorgeschichte und jede Situation muss ich mich neu einstellen.

LG

Eva+Rudel
Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.
Edward Hoagland


Kontakt: eva.kroll@chihuahua.de
zertifizierte Hunde-Ernährungsberaterin

kimmy

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24

Donnerstag, 8. März 2012, 20:18

Hallo Sabi,

meine vollste Zustimmung zu diesem Beitrag. Deshalb beteilige ich mich auch in keinem Forum mehr an Erziehungsthemen aus genau diesem Grund.

Und genau so wie du das beschreibst, so sehe ich das auch, so habe ich es immer schon gesehen, denn ich habe auch 3 Kinder großgezogen, 3 Kinder eines Vaters und einer Mutter die völlig unterschiedlich sind und niemals hätte ich einem meiner Kinder irgendeine passene Erziehungsweisheit verpassen können die allgemeingültig ist, wobei ich zugeben muss, dass ich am Anfang meines Mutterseins auch gerne diese gesucht und gefunden hätte aber wiegesagt mit jedem weiteren Kind eines besseren belehrt wurde.

Ja und ich habe zwar nur zwei Hunde und beide sind so extrem unterschiedlich und ich kann sie einfach nicht gleich behandeln, das fängt schon damit an, dass bei Kimmy ab und zu mal ein etwas strenger ausgesprochenes Wort sehr hilfreich sein kann, während es bei Kimba traumatische Folgen hätte.

Liebe und Respekt für Kinder und Tiere sehe ich genauso, ansonsten finde ich es genau wie du wichtig sich das theoretische Wissen möglichst in vielfältiger Weise anzueignen um sich eine Meinung bilden zu können, aber Theorie ist kein Patentrezept und das wird es niemals geben, für Kinder nicht und für Hunde auch nicht.

Also vielen Dank mal für deine Gedanken und diese Ausführung :thumbsup:

Melanie mit 2 Hunden Chihuahua und Phalene, wobei bei mir sogar der mit 10 Wochen geholte Welpe problemloser ist als der mit 16 Wochen geholte Welpe jetzt 4 Jahre (Chihuahua) und 1 1/2 Jahre (Phalene) alt. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass deshalb 10 Wochen ok sind, aber in der Entwicklung spielen auch immer mulifaktorelle Dinge eine Rolle und man kann nichts einfach so in ein Schema pressen. Kimba in sehr liebevollem Züchterhaushalt mit sozialisierten Rudel 16 Wochen aufgewachsen hat wohl einen von Natur aus sehr sensiblen Charakter und bis heute extreme Angst vor großen und mittelgroßen Hunden, wobei es ist schon ein bisschen besser geworden, aber trotz allem Trainings weiß ich ganz genau, sie wird niemals so wie meine Kimmy werden, sie wird immer ein kleines Angsthäslein bleiben, auch wenn das Frauchen äußerst selbstsicher auftritt und ich kann das auch wirklich so akzeptieren wie es eben ist. Kimmy meine tolle Rüdin :love: und Kimbachen mein kleines Angsthäslein :love: .

Zusammen sind sie auch ein tolles Team, vielleicht sogar wegen der unterschiedlichen Charaktere gibt es mittlerweile so gut wie keinen Zank mehr zwischen den beiden.
Kauf einen jungen Hund und du wirst für dein Geld wild entschlossene Liebe bekommen.
Rudyard Kipling

hässchen

Chifreund

Beiträge: 815

Registrierungsdatum: 15. Juli 2011

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25

Freitag, 9. März 2012, 10:59

Hallo,

ich finde den Beitrag von Gabi sehr gut und informativ. Wenn jeder die Pinnwand-Themen hier im Forum lesen müsste,wenn man sich neu hier anmeldet, dann gäbe es sicherlich weniger Probleme, Frühkastrationen, Ernährungsfehler, falsche/unnötige Medikamtengaben usw.

Aber leider melden sich doch in letzter Zeit vermehrt Leute hier im Forum an, die wohl nur streiten und primitiv diskutieren wollen.
Ich meine diese Leute die eine bereits gefestigte Meinung zu ihrer Frage haben, die sie hier stellen. Und wenn man nicht, der selben Meinung ist wie der Fragesteller, wird man beleidigt , beschimpft und ähnliches. Das ist zum Haareraufen mit solchen Leuten :zhrfn)

Aber darüber sollte man sich gar nicht mehr aufregen. Denn ich habe das Gefühl je mehr man sich beleidigt fühlt und gekränkt. desto mehr freuen sich diese Leute

Gegen solche bildungsresistenten Menschengruppen kann man nichts machen und die wird es auch immer geben. Leider. Bleibt nur zu hoffen dass es nicht ansteckend ist :D
Liebe Grüße
Julia, Snoopy und Ronja
______________________________________________________________________
<~~Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das dich mehr liebt als sich selbst~~>

McZandy

unregistriert

26

Mittwoch, 30. Mai 2012, 13:27

Wenn ich eines in nunmehr 30 Jahren mit 14 Chihuahus gelernt habe: jeder Hund ist anders, jeder hat eine andere Vorgeschichte (hatte ja nur 2 Welpen), auf jeden einzelnen Hund, dessen speziellen Charakter, ggfls. bekannte oder unbekannte Vorgeschichte und jede Situation muss ich mich neu einstellen.



dem stimme ich vollkommen zu...es gibt kein patentrezept für alle hunde....bei manchen gehts nur über einfühlungsvermögen, und manche brauchen doch eher den strengeren ton....wenn man sich viel mit seinen hunden befasst, merkt man eh, wie der hund auf welche methoden reagiert....

obwohl so mancher tipp vom hundeprofi martin rütther gefruchtet hat =))

Picolino

Chifreund

Beiträge: 636

Registrierungsdatum: 18. August 2010

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27

Freitag, 1. Juni 2012, 10:55

Hallo Sabi,
ich kann Dir nur beipflichten. Wenn ich spazieren gehe lese ich nun überall Plakate, wo Hundetraining angeboten wird. Jeder, der im Leben mal einen Hund hatte meint Hundetrainer sein zu können.
Wenn ich mir vorstelle, wie verschieden meine Hunde sind kann ich auch nur sagen, jeder muss anders gehändelt werden und da gibt es kein Rezept. Liebe, Gedult und Respekt ist das Einzige, dass wirklich für alle gilt aber sonst muss ich auf jeden einzeln eingehen.
Ich habe weder einen Trainer noch besuche ich die Hundeschule und meine Hunde sind gut erzogen und glücklich. Wenn man ein bisschen Instinkt hat und sich die Mühe macht zu lernen und zu akzeptieren dass auch kleine Hunde Hunde mit Wolfsverhalten sind und versucht die Sprache zu lernen braucht man keinen Trainer.

Also zu Deinem Beitrag: :zustm) :app)
Liebe Grüße
Susanne, Annabell (Bella), Elvis u. Co.


Ein Tag ohne Hund ist ein verlorener Tag

Plüschteddy

unregistriert

28

Freitag, 1. Juni 2012, 13:13

Hallo,

ich finde euere Beiträge, wirklich sehr informativ. Gabi und Sabi.

Ich habe auch nie eine Hundeschule besucht, weder mit meiner Goldie Hündin, noch mit Gina .

Ich denke einfach, jeder Besitzer, de mit Einfühlungsvermögen, Liebe und Respekt, seinen Hund erzieht, braucht keinen Trainer, denn man muss nur mal ein wenig auf seinen Hund

und dessen Charakter eingehen und es klappt wirklich wie von selbst.

Ich mag diese Sorte Hundertrainer nicht, die nie einen Welpen aufgezogen haben und vielleicht erst kurz selber Hunde haben und den Hundebesitzer etwas erzählen wollen,

die schon selber vielleicht 20 Jahre Hunde haben.

So nach dem Motto, so wird es gemacht und nicht anders.

jule579

unregistriert

29

Samstag, 2. Juni 2012, 10:19

War jetzt zwar eeewig nciht hier, aber das muss ich doch kommentieren!

Christine, ich stimme Dir voll zu.

wenn ich z.B. noch nie nen Welpen hatte, dann aber dazu Vorhaltungen mache, die ich mir selber vielleicht nur angelesen habe etc, dann finde ich das auch nicht wirklich überzeugend.

Kann eigentlich Euren obigen Beiträgen auch nur zustimmen!!

LG Julia

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